Eine neue natürliche Getreideart

Was ist Tritordeum?

Tritordeum ist eine neue natürliche Getreideart – eine Kreuzung aus Hartweizen (Triticum durum) und Wildgerste (Hordeum chilense), die aufgrund ihrer ernährungsphysiologischen, agronomischen und organoleptischen Eigenschaften hervorsticht.. . . . . . . .

Diese neue aus Spanien stammende Züchtung erfolgte mittels traditioneller Verbesserungstechniken – ohne gentechnische Veränderung –, was zur ersten neugeschaffenen Getreideart führte, die für den Verzehr durch den Menschen geeignet ist. Es handelt sich um eine natürlich gezüchtete Art, die im Gemeinschaftlichen Sortenamt (CPVO) der Europäischen Union eingetragen wurde.

Agronomisch gesehen handelt es sich um eine robuste Getreideart, die ähnliche Erträge wie der Weizen liefert und widerstandsfähig gegen Krankheitserreger ist. Die Tatsache, dass es wenig Wasser und Dünger benötigt, macht Tritordeum zudem zu einer nachhaltigen Getreideart, die derzeit – mittels traditionellen und ökologischen Anbaumethoden – in Spanien, Italien und Portugal angebaut wird.

Ernährungsphysiologisch sticht Tritordeum durch den geringeren Anteil an dem unverdaulichen Glutenprotein hervor, wodurch es verdaulicher als Weizen ist. Zu erwähnen ist zudem der vergleichsweise hohe Anteil an Ballaststoffen, Fettsäuren, Lutein, einem für die Gesundheit des Auges wichtigen Antioxidans, sowie an Fruktanen, prebiotisch wirkenden Kohlenhydraten, die die bakterielle Darmflora im Gleichgewicht halten.

Tritordeum weist Merkmale und Funktionen auf, die man bei keiner anderen Getreideart findet. Daher ist es sehr gut für die Herstellung eines breiten Angebots an innovativen funktionellen Produkten geeignet, die den Anforderungen des modernen Verbrauchers und den neuen Markttendenzen entsprechen.

Ein Getreide mit spanischem Siegel Über 30 Jahre Entwicklung

Tritordeum wurde von einem spanischen Forscherteam entwickelt, das, den Schritten der Natur folgend, eine neue natürliche Getreideart schuf – die erste, die zum Verzehr durch den Menschen geeignet ist.

Das im Jahr 1977 ins Leben gerufene Tritordeum ist das Erfolgsergebnis einer Forschergruppe des Instituts für nachhaltige Landwirtschaft (IAS) des wissenschaftlichen Forschungsrates (CSIC) im spanischen Córdoba. Mithilfe klassischer Verbesserungstechniken stieß dieses auf eine neue Getreidesorte mit gesundheitsfördernden Eigenschaften und geringen Umweltauswirkungen.

Bis dato waren alle Versuche, Weizen mit Gerste zu kreuzen, erfolglos geblieben. Erst in den 70er Jahren konnte diese Barriere durchbrochen werden, als man sich für die Verwendung von Hordeum chilense, einer aus Südamerika stammenden Wildgerste entschloss. Daraufhin wurde das Verbesserungsprogramm des Tritordeum gestartet. Dieses umfasste ca. 250 erste Arten, die aus der Kreuzung von über 80 Hartweizensorten und über 100 Sorten Hordeum chilense gewonnen wurden.

       
       

Vom ersten Moment an konnte man beobachten, dass diese neue Getreideart eine Reihe an interessanten Eigenschaften – eine große Ähre, langes und volles Korn und einen hohen Eiweißgehalt – aufwies. Nach über 30 Jahren Verbesserung hat das heutige Tritordeum nun ähnliche Erträge wie der Weizen, ist widerstandsfähig gegen Trockenheit und durch hohe Temperaturen versuchten Stress und sticht aufgrund seiner ernährungsphysiologischen Eigenschaften hervor.

Agrasys, ein sich im Barceloner Wissenschaftspark befindendes Spin-off des CSIC, erwarb 2006 die Rechte an Anbau und Vermarktung. Das Unternehmen finanziert – in Zusammenarbeit mit dem IAS-CSIC – seitdem das Verbesserungsprogramm. Dabei wird es durch folgende Stellen unterstützt:

Zur Gewinnung von Tritordeum wird die Methode der interspezifischen Interhybridisierung verwendet. Während der Weichweizen vor 10.000 Jahren durch natürliche Hybridisierung aus drei verschiedenen Arten gewonnen wurde, sind Triticale und Tritordeum Beispiele für eine vom Menschen hervorgerufene Hybridisierung.

Ein sehr gesundes Getreide Was macht es besonders?

Wegen seiner ernährungsphysiologischen Eigenschaften ist Tritordeum eine sichere Antwort auf den Bedarf an gesunden

Produkten des heutigen Marktes:. . . . . . . .

Folgende sind besonders wichtig:

  • Der Anteil an unverdaulichen GlutenProteinen (einige Gliadine, insbesondere Omegagliadine) ist niedriger als bei Weizen. Dank seiner guten Verdaulichkeit ist es eine  optimale Wahl für Personen die an Ernährungsallergien leiden. Da es Gluten enthält, ist es allerdings nicht geeignet für Zöllakiekranke.
  • Tritordeum enthält mehr Ballaststoffe als Weizen und beeinflusst damit die kardiovaskuläre Gesundheit positiv. Die wichtigsten Kohlenhydrate von Tritordeum sind die Arabinoxylane, welche das Immunsystem stärken.
  • Es enthält bis 10 Mal mehr Lutein als Weizen, Zusammenhang der Augen. Ausserdem gibt Lutein den Produkten eine charakterische, attraktive goldgelbe Farbe.

Eine Vielzahl an Erscheinungsformen Was ist erhältlich?

Derzeit gibt es acht verschiedene Mehlsorten von Tritordeum:

KONVENTIONELL ANGEBAUTES TRITORDEUM

mit Metallwalzen gemahlenes Mehl

mit Mahlsteinen gemahlenes Mehl

mit Metallwalzen gemahlenes Vollkornmehl mit Mahlsteinen gemahlenes Vollkornmehl

 

Außerdem gibt es eine große Auswahl an aus Tritordeum

gewonnenen funktionalen Zutaten, die für neue Anwendungen zur Verfügung stehen:

  • Flocken
  • Perlförmig geschliffene Körner
  • Geröstetes Mehl
  • Vorverkleistertes Mehl
  • Malz
  • Trockensauerteig (raffiniert oder Vollkorn)

Vielseitig einsetzbar

Welche Möglichkeiten bietet das Getreide?


Tritordeum ist aufgrund seiner ernährungsphysiologischen und organoleptischen Eigenschaften für eine Vielzahl an Getreideprodukten

geeignet.

Zudem ist es eine Reaktion auf die Tendenzen und Nachfragen nach Produkten mit kleinerem ökologischem Fußabdruck, die derzeit auf dem Lebensmittelmarkt herrschen.

Es ist für die Herstellung von Back- und Konditoreiwaren, Nudeln und Pizza, Paniertem, Extrudiertem oder sogar von pflanzlichen und/ oder fermentierten Getränken wie Bier geeignet.

Mit Tritordeum hergestellte Produkte weisen sehr gute organoleptische Eigenschaften auf: Sie haben einen süßen Geschmack, ein angenehmes Aroma und eine attraktive goldgelbe Farbe, die sie von anderen Getreidearten unterscheidet.

Unsere Verpflichtung

Nachhaltigkeit, Qualität und Rückverfolgbarkeit

Agrasys kontrolliert die gesamte Wertkette des Tritordeum. Nur auf diese Weise können die Grundprinzipien der Nachhaltigkeit, Qualität und Rückverfolgbarkeit jeder auf dem Markt auftauchenden Kornsendung sichergestellt werden.. . . . . . . .


Die konventionelle oder ökologische TritordeumProduktion erstreckt sich über Spanien, Italien und Portugal. Dabei handelt es sich um eine Getreideart, die per se nachhaltiger ist und eine geringe Auswirkung auf die Umwelt hat.

Um die Qualität zu garantieren, wächst es auf Parzellen von – sorgfältig ausgewählten – lokalen Erzeugern und das Korn wird von dafür zertifizierten Mühlen gemahlen. Auf diese Weise ist eine 100%ige Rückverfolgbarkeit gewährleistet und von jeder Kornsendung, die den Verbraucher erreicht, der Ursprung nachweisbar.

Das System der Rückverfolgbarkeit: vom Feld auf den Tisch.

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